Angebote
Kein Mensch und keine Situation sind gleich. Deshalb sind auch unsere Angebote so individuell wie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zu uns kommen. Wir begleiten, beraten und unterstützen mit einem klaren Blick auf die jeweilige Lebenssituation und schaffen Raum für Entwicklung, neue Perspektiven und Veränderung.
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„Geht klar!“ richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende von 14 bis 21 Jahren, die straffällig geworden sind und bei denen Alkohol, Drogen oder ein anderes Suchtverhalten eine Rolle spielen. Im Einzeltraining nehmen wir uns Zeit für ihre persönliche Situation – auch dann, wenn sie selbst noch keinen Veränderungsbedarf sehen.
Gemeinsam schauen wir darauf, welche Bedeutung der Konsum oder das Verhalten im Alltag hat: Was bringt es? Wo entstehen Risiken oder Schwierigkeiten – etwa in Beziehungen, in der Schule, bei der Arbeit oder mit der Justiz? Die jungen Menschen erhalten Informationen zu Substanzen und Suchtentwicklung, erkennen eigene Auslöser und Stärken und entwickeln Ziele, die für sie sinnvoll sind. Dazu gehört auch, Alternativen zum Konsum zu finden und mit Rückschlägen umgehen zu lernen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist der Umgang mit anderen Menschen. Wir üben, Interessen zu vertreten, Grenzen zu setzen, Konflikte zu klären und Unterstützung anzunehmen. Das kann helfen, Veränderungen im Alltag durchzuhalten und weitere Straftaten zu vermeiden.
Unsere Arbeit ist akzeptierend, zieloffen und vertraulich. Wir arbeiten mit Motivierender Gesprächsführung, sozialem Kompetenztraining und Methoden der Mediation. Fachwissen über Substanzen, reflektierte eigene Konsumerfahrung und Erfahrung in der Konfliktbearbeitung helfen unseren Trainerinnen und Trainern, auch in schwierigen Situationen im Gespräch zu bleiben. Die Schwerpunkte passen wir an die jeweilige Person an; nach Möglichkeit bieten wir bei sensiblen Themen eine gleichgeschlechtliche Begleitung an.
Das Training umfasst 16 Einzeltermine, in der Regel einmal pro Woche, mit insgesamt 32 Fachleistungsstunden. Termine stimmen wir möglichst mit Schule, Ausbildung oder Arbeit ab. Meist erfolgt die Teilnahme aufgrund einer richterlichen Weisung; auch die Jugendhilfe im Strafverfahren oder die Bewährungshilfe kann sie anregen. Ohne Weisung kann eine Kostenübernahme beim Jugendamt angefragt werden. Wir arbeiten mit den zuständigen Fachkräften zusammen und wahren dabei die vereinbarte Vertraulichkeit. Zeigt sich, dass eine weitergehende Suchtbehandlung nötig ist, unterstützen wir den Zugang zu passenden Hilfen.
Wenn Sie eine Teilnahme anfragen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
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„Klar Kommen“ unterstützt Jugendliche und Heranwachsende, deren Alkohol- oder Drogenkonsum Risiken birgt oder bereits zu Schwierigkeiten führt. Das Einzeltraining kann als Hilfe zur Erziehung nach §§ 30 und 35 SGB VIII beim Jugendamt beantragt werden – eigenständig oder ergänzend zu Hilfen wie Familienhilfe oder betreutem Wohnen. Es baut auf den Erfahrungen mit unserem Training „Geht klar!“ auf.
Am Anfang steht die Frage, wie die jungen Menschen ihren Konsum selbst erleben. Was gibt er ihnen, und wo steht er ihren Zielen im Weg? Gemeinsam betrachten wir Konsummuster, informieren über Substanzen und Suchtentwicklung und sprechen über Risiken, Bedürfnisse und Alternativen. Die Teilnehmenden entwickeln eigene Ziele: Das kann ein risikoärmerer Umgang mit Substanzen oder Abstinenz sein.
Zum Training gehört auch, Fähigkeiten für den Alltag zu stärken: verständlich kommunizieren, Grenzen setzen, Konflikte bewältigen, mit Stress umgehen und Unterstützung finden. Wir arbeiten vertraulich, akzeptierend und mit Motivierender Gesprächsführung. Wir schreiben kein Ziel vor, sondern helfen den jungen Menschen, eine Veränderung zu finden, die für sie Sinn ergibt.
Eltern und beteiligte Fachkräfte beziehen wir auf Wunsch in den Prozess ein. Begleitende Gespräche können ihnen helfen, den Konsum besser einzuordnen und im Umgang mit dem jungen Menschen sicherer zu werden. Das Training umfasst 16 Einzelgespräche mit jeweils zwei Fachleistungsstunden; einschließlich der Gespräche mit Eltern und Fachkräften sind bis zu 45 Fachleistungsstunden vorgesehen.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie klären möchten, ob „Klar Kommen“ für einen jungen Menschen passend ist.
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Räuber und Gendarm
Was passiert, wenn eine Polizeikontrolle eskaliert? Welche Rolle spielen dabei Angst, Wut, Gruppendruck oder Alkohol und andere Drogen? Im Kurs „Räuber und Gendarm“ schauen Jugendliche und Heranwachsende auf solche Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln. Sie setzen sich mit dem eigenen Verhalten und dessen Folgen auseinander und erarbeiten Möglichkeiten, künftig anders zu reagieren.
Das Angebot richtet sich in der Regel an 14- bis 21-Jährige, die im Rahmen des Jugendgerichtsgesetzes oder bereits im Vorverfahren an einem Training teilnehmen sollen. Es eignet sich besonders, wenn Konflikte mit der Polizei, Widerstandshandlungen oder impulsive Reaktionen im Vordergrund stehen und riskanter Substanzkonsum eine Rolle spielt.
Geleitet wird die kleine Gruppe von einer sozialpädagogischen Fachkraft. Ein Polizeibeamter bringt die Sicht aus der Einsatzpraxis ein; ein Co-Trainer mit eigener Erfahrung spricht über Eskalation, Konsum, Sanktionen und Veränderung. So entsteht Raum für Fragen, Perspektivwechsel und alltagstaugliche Wege, eine Zuspitzung frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden – ohne belehrenden Ton.
Das Training umfasst drei Gruppentermine von jeweils drei Stunden sowie ein persönliches Vor- und Abschlussgespräch. Bei Bedarf ist ein weiteres Einzelgespräch möglich. Vor Beginn besprechen wir den Ablauf, die Gesprächsregeln und die Grenzen der Vertraulichkeit. In der Gruppe geht es um den bereits bekannten Anlass der Teilnahme und um beispielhafte Situationen; niemand wird aufgefordert, weitere Straftaten offenzulegen.
Wenn Sie eine Teilnahme anfragen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
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Strukturierte Beratungsgespräche für Jugendliche und Heranwachsende
Das Angebot richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende, die im Rahmen eines Jugendstrafverfahrens zu Beratungsgesprächen nach § 10 JGG angewiesen wurden. Themen können unter anderem Substanzkonsum, Konflikte, aggressives oder impulsives Verhalten, Schule, Familie und Zukunftsperspektiven sein.
Unser Ansatz:
Wir arbeiten akzeptierend, klar und verbindlich. Dabei verbinden wir Motivational Interviewing, systemische Beratung, Mediation und deeskalierende Gesprächsführung. So erreichen wir auch junge Menschen, die zunächst wenig Veränderungsmotivation zeigen oder vor allem aufgrund äußerer Vorgaben teilnehmen.
Ablauf:
Nach einem Clearinggespräch folgen in der Regel 6 bis 10 Einzelgespräche à 60 Minuten, meist im wöchentlichen Rhythmus. Bei Bedarf können Eltern, Jugendgerichtshilfe, Schule oder weitere Fachkräfte einbezogen werden.
Ziel:
Die Jugendlichen und Heranwachsenden sollen ihre Situation besser verstehen, Risiken und belastende Muster erkennen und konkrete Veränderungsschritte entwickeln. Bei Bedarf unterstützen wir auch bei der Vermittlung in weiterführende Hilfen.
Wenn Sie eine Teilnahme anfragen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
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Die Betreuungsweisung richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende, die im Rahmen eines Jugendstrafverfahrens eine intensive sozialpädagogische Begleitung benötigen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Lebenssituation, persönliche Belastungen, Konflikte, delinquentes Verhalten und die Entwicklung realistischer Perspektiven.
Ein besonderer Schwerpunkt von Balanx e.V. liegt in der Arbeit mit jungen Menschen, bei denen Drogen- oder Alkoholkonsum, riskantes Konsumverhalten oder Suchtprobleme eine Rolle spielen. Hier verbinden wir sozialpädagogische Einzelfallhilfe mit unserer langjährigen Erfahrung in der akzeptanzorientierten Suchtprävention und Suchthilfe.
Ziel der Betreuungsweisung ist es, Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zu stärken, problematische Verhaltensweisen zu reflektieren und konkrete Veränderungen im Alltag zu unterstützen. Themen können unter anderem Konsum und Delinquenz, Konflikte und Aggression, Familie und soziales Umfeld sowie Schule, Ausbildung und Zukunftsplanung sein.
Wir arbeiten akzeptierend, ressourcenorientiert und zieloffen. Zum Einsatz kommen insbesondere Motivational Interviewing, systemisch-lösungsorientierte Beratung, Mediation und deeskalierende Gesprächsführung. Gerade bei ambivalenter oder zunächst geringer Veränderungsmotivation steht der Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung im Vordergrund.
Die Betreuung findet überwiegend in regelmäßigen Einzelgesprächen statt. Bei Bedarf werden Eltern, Jugendgerichtshilfe und weitere beteiligte Fachkräfte einbezogen. Dauer und Umfang richten sich nach der richterlichen Weisung und dem individuellen Unterstützungsbedarf.
Wenn Sie eine Teilnahme anfragen möchten, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.